WVIW-Verbandsversammlung künftig öffentlich

Dielmissen. Beim Wasserverband Ithbörde/Weserbergland sind weitere wichtige Weichen für die Zukunft gestellt worden. Während der Vorstand in einer vorhergehenden Sitzung den neuen Geschäftsführer des Verbandes bestimmt hat, beschloss die Verbandsversammlung am Abend, dass sie künftig öffentlich tagen wird.  

Der neue bleibt der alte. Andreas Hübel, der die Geschäfte des Verbandes als technischer Leiter seit knapp einem Jahr kommissarisch geleitet hatte, wird ab 01.10.2015 auch offiziell Geschäftsführer des WVIW. Das beschloss der Vorstand des Verbandes am letzten Mittwoch in einer außerordentlichen Sitzung. Hübel selbst hatte im Vorfeld auch schon signalisiert, dass er weitermachen würde, um den Verband wieder in ruhigere Fahrwasser zu lenken. Dass er dafür der geeignete Mann sein könnte, glaubt auch Verbandsvorsteher Bernd Kaussow. „Wir waren positiv überrascht, wie Andreas Hübel sich in den vergangenen schwierigen Monaten eingesetzt und bewährt hat“, meinte Kaussow, „deshalb bin ich auch persönlich sehr froh über die Entscheidung.“

Die Geschäftsführerentscheidung wurde am Abend auch gleich der Verbandsverssammlung mitgeteilt, die wegen zweier dringlicher Punkte zusammengekommen war. Zum einen stand die Genehmigung des ersten Nachtrages zum Wirtschaftsplan 2015 an. Und zum anderen sollte über die zukünftige öffentliche Beratung der Verbandsversammlung entschieden werden. Der Nachtragswirtschaftsplan war erforderlich, weil im Dezember 2014 während der jährlichen Hauptsitzung der Verbandsversammlung noch keine Klarheit über die endgültigen Ver- und Entsorgungspreise herrschte und deshalb die geplanten Erlöse nur unzureichend darstellbar waren. In Abstimmung mit dem Landkreis Holzminden wurde daher auf Wunsch der Versammlung im Verlauf des Jahres ein Nachtrag aufgestellt und dabei auch die aktuellen Baumaßnahmen berücksichtigt, die sich durch parallele Maßnahmen der Gemeinden und des Landkreises ergeben haben.

Um einen weiteren Schritt in Richtung Transparenz zu machen, soll die Versammlung darüber hinaus in Zukunft öffentlich stattfinden. Diesem Wunsch der Geschäftsleitung kamen die Mitglieder der Verbandsversammlung ohne Gegenstimme nach und bestätigten damit, dass der Verband gute Arbeit leistet, an deren Beratung die Öffentlichkeit durchaus teilhaben teilhaben sollte. „Wir wollen bürgernah sein“, kommentierte Bernd Kaussow die Entscheidung, „weil wir absolut nichts zu verbergen haben“. Die Entscheidung sei nicht unwesentlich auch dem neuen Führungsstil des Verbandes auf Geschäftsleitungsebene geschuldet.