Verbandsversammlung des Wasserverbandes Ithbörde/Weserbergland

Dielmissen (bru) In der Verbandsversammlung des Wasserverbandes Ithbörde/Weserbergland (WVIW) im Restaurant „Angerkrug“ in Dielmissen konnte Verbandsvorsteher Günther Klenke zahlreiche Teilnehmer begrüßen. Sein besonderer Gruß galt den von der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf neu entsandten Vertretern Stephan Abels und Horst Maiwald. Nach dem Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses 2011 durch den Wirtschaftsprüfer von der Intecon Wirtschaftsprüfungs GmbH und dem Bericht über die Prüfung des Wirtschaftsjahres 2011 durch die gesetzliche Prüfstelle des Wasserverbandstages Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt e.V. wurde dem Vorstand und dem Geschäftsführer einstimmig Entlastung erteilt. Verbandsvorsteher Klenke freute sich über die positiv ausgefallenen Prüfungsergebnisse und nahm diese zum Anlass, dem Geschäftsführer Henning Stegie und der Belegschaft ausdrücklich Anerkennung für die erfolgreiche Arbeit auszusprechen und sich für das Engagement zu bedanken. Geschäftsführer Stegie ging in seinem umfangreichen Geschäftsbericht auf die in den acht Geschäftsbereichen des Verbandes stets gesicherte Versorgung mit Trinkwasser und ebenso gesicherte Abwasserentsorgung ein. Die Situation und Perspektive  des Verbandes sind vornehmlich durch rückläufige Einnahmen bei kontinuierlich hohem Investitionsbedarf geprägt. Die umfangreichen aufsichtsbehördlichen Überprüfungen haben weiterhin zufriedenstellende Ergebnisse gezeigt und auch die Überwachungsprüfung des zertifizierten Qualitätsmanagementsystems wurde erneut ohne Abweichungen bewältigt. Einmütig beschlossen wurden die Wirtschaftspläne und der Stellenplan 2013 des WVIW mit einer geplanten Gesamtleistung von 10,5 Mio. Euro sowie einem Investitionsvolumen von 12 Mio. Euro. Die Trinkwasser und Abwasserentgelte im Bereich der Samtgemeinde Boffzen werden weiterhin stabil bleiben. Auch im Bereich der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf wird der Verband keine Entgeltveränderungen vornehmen. In der ehemaligen Samtgemeinde Eschershausen wurde der Abwassertarif zuletzt im Jahre 2000 gesenkt und seither nicht wieder angehoben. Auch im Bereich der ehemaligen Samtgemeinde Bodenwerder wird der Trinkwasserpreis unverändert bestehen bleiben. Nach 14 Jahren Entgeltstabilität seit Übernahme der Abwasserbeseitigung der ehemaligen Samtgemeinde Bodenwerder ist eine Preisanpassung in diesem Bereich nicht mehr zu umgehen. Geleistete Investitionen von 11,8 Mio. Euro, vor allem ständig steigende Energiekosten und aufgrund der Bevölkerungsentwicklung laufend zurückgehende Einnahmen von zuletzt rd. 315.000 Euro jährlich lassen sich ohne Preisanpassung nicht mehr kompensieren. Die Verbandsversammlung folgte einstimmig der Empfehlung des Samtgemeinderates Bodenwerder-Polle, ein Grundentgelt von 12 Euro monatlich bei einer Reduzierung des Mengenpreises von 3,37 Euro auf 3,17 Euro pro Kubikmeter festzulegen. Ebenso einmütig folgte die Verbandsversammlung der Empfehlung des Samtgemeinderates, den Trinkwasserpreis im Bereich der ehemaligen Samtgemeinde Polle bei unverändertem Grundentgelt von 1,25 Euro auf 1,60 Euro pro Kubikmeter anzuheben. Gleichzeitig wird das Abwasserentgelt unter Beibehaltung des zum 01.01.2009 beschlossenen Grundentgeltes von 12 Euro pro Monat den Mengenpreis von 2,65 Euro pro Kubikmeter auf 3,36 Euro pro Kubikmeter anzuheben. Neben den strukturellen Hintergründen für die Preisanpassungen fließt in den Abwasserpreis erwartungsgemäß die Auswirkung der Erstattungen an die Kunden als Folge des Klageverfahrens mit einem Anteil von 40 Cent pro Kubikmeter in die Preiskalkulation mit ein. Auch in diesem Punkt wurde der Beschluss einstimmig gefasst.